Ein Probeexemplar ist bestellt.
Es ist einer dieser Momente, in denen etwas abgeschlossen ist, ohne schon greifbar zu sein. Die Arbeit daran liegt hinter mir, das Ergebnis noch außerhalb meines Blickfelds. Was jetzt kommt, entzieht sich meiner Kontrolle – zumindest vorerst.
Gleichzeitig liegen andere Dateien offen.
Ein anderes Buch ist noch ganz nah. Cover und Manuskript sind nicht entschieden, nur vorbereitet. Jede Veränderung ist möglich, jede Entscheidung zählt noch. Während das eine Projekt sich entfernt, verdichtet sich das andere.
Die Tage zwischen den Jahren fühlen sich in diesem Zustand nicht wie eine Pause an.
Eher wie ein Zwischenraum, in dem zwei Tempi nebeneinander existieren dürfen. Warten hier, Setzen dort. Loslassen auf der einen Seite, maximale Nähe auf der anderen.
Ich merke, wie unterschiedlich sich diese beiden Formen von Arbeit anfühlen.
Das eine Buch wird bald real sein, ohne dass ich es beeinflussen kann.
Das andere ist noch vollständig in meiner Hand, aber noch nicht festgelegt.
Vielleicht sind es genau diese Tage, in denen Schreiben am deutlichsten wird: nicht als Veröffentlichung, nicht als Ereignis, sondern als fortlaufende Entscheidung darüber, wann etwas abgeschlossen ist – und wann noch nicht.
Zwischen den Jahren liegt für mich kein Abschluss.
Nur dieser Übergang.
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